Meldebescheinigung für Vermieter

Die Meldebescheinigung gehört nicht länger der Vergangenheit an. Ab dem 1. November sollen Vermieter ihren Mietern beim Ein- und Auszug eine solche Bescheinigung ausstellen, andernfalls droht die Zahlung eines Bußgeldes. Bei Anmeldung unseres Newsletters können Sie sich eine Meldebescheinigung downloaden.

Meldebescheinigung wurde vor 10 Jahren abgeschafft

Bis dato kann sich jeder Bürger unter einer neuen Adresse anmelden, ohne einen Nachweis erbringen zu müssen, dass er dort auch tatsächlich lebt. Dies führte jedoch in den vergangenen Monaten vermehrt dazu, dass sich vermeintliche Mieter nur deshalb beim Einwohnermeldeamt unter einer neuen Adresse anmeldeten, um sich etwa einen Platz in der Kindertagesstätte zu sichern. Ein weiterer wesentlicher Beweggrund der Politik ist darin zu sehen, dass Kriminellen bislang auf diese Weise das „Untertauchen“ leicht ermöglicht wurde. Dem schiebt der Gesetzgeber nun einen Riegel vor und ruft ab November 2015 die Meldebescheinigung (Wohnungsgeberbestätigung oder auch Vermieterbescheinigung) wieder ins Leben zurück. Verabschiedet wurde das Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens (MeldFortG), welches ursprünglich schon im Mai Inkrafttreten sollte, bereits am 04. Mai 2013. Die Meldebescheinigung war vor über 10 Jahren als Maßnahme zum Bürokratieabbau abgeschafft worden.

Welche Angaben die Meldebescheinigung beinhalten muss

Ein ein- oder ausziehender Mieter muss somit ab November wieder eine Meldebescheinigung beim Einwohnermeldeamt vorlegen, sofern er sich dort an- oder abmeldet. Zahlreiche Einwohnermeldeämter erledigen diesen Vorgang auch auf elektronischem Wege. Die schriftliche Meldebescheinigung hat folgende Daten zu enthalten:

Meldebescheinigung Rommelmann Immobilien Minden

Meldebescheinigung

– Name und Anschrift des Vermieters
– Namen der meldepflichtigen Personen
– Anschrift der Wohnung
– Art des meldepflichtigen Vorgangs nebst Auszugs- oder Einzugsdatum

Stellt ein Vermieter die Bescheinigung gar nicht oder zu spät aus, kann ein Bußgeld in Höhe von bis zu 1.000 Euro verhängt werden. Mit saftigen Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro müssen diejenigen rechnen, die jemandem eine Wohnungsanschrift anbieten, obwohl dieser keinen Bezug zur Wohnung hat. Neu ist der Umstand, dass der Vermieter ab November vom Einwohnermeldeamt Auskunft über die bei ihm derzeit oder einst gemeldeten Personen verlangen darf. Ein Muster für eine Meldebescheinigung erhalten Sie kostenfrei nach Anmeldung unseres Newsletters.